Über

Hallo, ich heiße Mareike, bin 20 Jahre alt und komme aus Mecklenburg Vorpommern. Ich bin als eine der ersten Freiwilligen im September 2008 mit dem neuen weltwärts - Programm des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nach Indien gegangen, um im Bundesstaat Karnataka einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu leisten. In diesem Blog erzaehle ich von meinen Erfahrungen bei der Vorbereitung, während meines Aufenthalts und nach meinem Auslandsjahr, um v.a. auch meine UnterstützerInnen, die dieser Einsatz benötigt, um durchführbar zu sein, auf dem Laufenden zu halten.

Alter: 27
 
Schule: Joliot-Curie Gymnasium in Röbel/Müritz
Universität: wahrscheinlich ab Wintersemester 2009 in der Uni Potsdam


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war ich so, wie ich jetzt bin! Never give up, never slow down, never grow old, never ever die young!

Wenn ich mal groß bin...:
Dann will ich einen Beruf haben, in dem ich etwas bewegen kann. Z.B. in einer NGO für Entwicklungshilfe, Verbraucher- oder Umweltschutz, im Bundes-oder Landtag bei den Grünen oder im Europaparlament. Arbeit bei der UNO würde ich natürlich auch nicht ablehnen... ;P

Ich wünsche mir...:
dass meine Reise im Maerz durch Rajasthan und Nepal ein voller Erfolg wird!

Ich liebe...:
meine Familie, wenn die Sonne scheint, sich auf Wasser spiegelt, durch grüne Blätter fällt, die Bäume leise im Wind rauschen, wenn man lacht und für einen Moment alles um einen herum vergessen kann. Ich liebe Kerzen in dunklen Räumen, ruhige Klaviermusik, zu tanzen, Neues zu entdecken, sich da richtig zu fühlen wo man ist, und nicht zu denken, etwas zu verpassen.

Man erkennt mich an...:
Meinen blonden Haaren, meinen braunen Augen, meiner Größe (1,80m) und an meiner Lust, über Politisches zu reden und überhaupt zu reden, bis der Mund fusselig wird.

Ich grüße...:
natürlich alle, die mich gern haben und mich unterstützen!



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Blog

Babys und Glueck und komische Einladungen

Halli hallo und nen schoenen Nikolaustag,

ich habe viel Gutes zu berichten:

1. am Donnerstag hatte ich, waehrend ich auf dem Fahrrad sass, mein Portemonnaie verloren, da es mir aus der Tasche gefallen war. Ich hatte wirklich nicht den Nerv mir, nachdem ich mir gerade eine neue Kreditkarte habe schicken lassen, schon wieder eine zu bestellen - aber ich sagte mir, dass schon alles gut werden wuerde, schickte einen Wunsch ins Universum und zwang mich, ruhig zu bleiben. Als ich nach Hause kam, fragte mich ueberrschenderweise Asha, wo denn mein Portmonnaie sei, da sie jemand von FSL angerufen haette, der ihr gesagt hat, das Portemonnaie sei vor dem Internet gefunden und dort abgegeben worden. Was fuer ein Glueck!!! Am naechsten Morgen rief mich Mylene an, die mir am Tag zuvor beim Suchen geholfen hatte und sagte, sie haette ein Mannn angerufen, der meinte, er haette mein Portemonnaie mitsamt allem Geld und der Kreditkarte. Sie gab mir seine Nummer und er stellte sich als ein Freund von dem FSL Angestellten heraus, der Asha am Tag zuvor angerufen hatte.  Ich sollte um 2 vorbei kommen und mir das Portemonnaie abholen. An  dem Tag traf ich im office auch Naagrash (den FSL Mitarbeiter), der sich bereit erklaerte, mit mir zum Treffpunkt der Uebergabe zu gehen. Ohne ihn waere sicherlich alles durcheinander gegangen. Am Ende bekam ich mein Portemonnaie zurueck, weiss, dass es in Kundapur sehr ehrliche Leute gibt (dem Finder (einem Bankangestellten aus dem Nachbardorf) werde ich noch einen Finderlohn geben), habe nun Kontakte zur Kundapurer Zeitung in deren Office die Uebergabe stattfand und eine Einladung zum Dinner in einer muslimischen Familie heute Abend - da Nagrashs Freund mich unbedingt wiedersehen wollte -ah ja...

2. War Freitag ein guter Tag, weil DIE ERSTEN TURTLE BABYS GESCHLUEPFT SIND und wir dabei waren!!!! Gestern Abend bekam Daya einen Anruf von unserer contact person in Maravanthe beach, wo bislang unser einziges Schildkroetennest in einer Hatchery war. Wir sind natuerlich mit Vollgas im Jeep losgebraust und haben die Kleinen auf ihrem Weg zum Wasser begleitet. So etwas Suesses!!! Ein Video davon findet ihr auf youtube. Am besten unter folgenden Stichwoertern bei google suchen: indiogirlblue, olive ridley, maravanthe beach, you tube. Bilder findet ihr auf flickr. Danach sind wir Endorphinisert erstmal zum Kodi Beach Restaurant gefahren und haben auf die Babies angestossen und gut gegessen. Ich habe diesmal im Small House (unserem Arbeitsplatz) geschlafen, um nicht schon um 10.00 zu Hause sein zu muessen. 

3. Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Nasenpiercings. Glaubt ihr nicht? Ich hab's dokumentiert? Tat nur ein bisschen weh und war hundert pro sauber und sicher. Mylene hatte den Arzt vorher fuer mich getestet....

Alles Liebe,

eure Mareike

4 Kommentare 6.12.08 11:13, kommentieren

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Hallo Leute,
Das letzte Workcamp ist greade vorbei (es war das Bessere der beiden) und das Naechste steht quasi schon wieder vor der Tuer. Nach dem guten Feedback der Gruppe am Freitag bei der Evaluation habe ich auch richtig Bock auf naechste Woche. Das Gute war, dass wir Freitag zufaellig und unerhofft eine SCHILDKROETE sehen konnten, meine Erste!!! Das war total super, denn die Workcamper sind immer total traurig, wenn wir ihnen am Anfang erzaehlen, dass sie wahrscheinlich keine Schildkroete sehen warden. Am Freitag, nachdem die Gruppe zwei Tage zuvor ein TIC gebaut und einen Tag davor einen Beachwalk an diesem Strand gemacht haben, hat ein Fischer, dem eine Olive Ridey Dame ins Netz gegangen ist, das Tier aus dem Netz befreit, es mit an den Strand genommen, uns angerufen und mit der Befreiung gewartet, bis wir da waren. Das war ein so schoener Augenblick nach dem vielen Aufwand fuer den Schutz der Schildkroeten endlich mal eine in reality zu sehen. Geil. Fotos findet ihr auf flickr! Danach war super Stimmung und wir sind noch einen sugar cane juice trinken gegangen und haben dann Navabummi besucht, eine Ausbildungsstaedte fuer arme und Strassenkinder mit besonderen Faehigkeiten, die dort ein Handwerk lernen und umsonst wohnen koennen. Die Produkte der Kinder werden in einem shop verkauft, was ihnen hilft, nach dem Aufbau ihres eigenen Geschaefts, ihre Produkte zu vermarkten. Die Sachen dort sind sehr schoen und ich habe wieder ein paar Karten und Ohrringe gekauft. Nachdem ich am Samstag Christine auf Wiedersehen sagen konnte, gab es bei Pia und Kathi eine kleine Party, zu der leider nur ich kommen konnte – die anderen hatten abgesagt. War trotzdem sehr nett mit ganz viel frischem Obst und Gemuese, kleinen Snacks, Chai und Musik. Am Sonntag waren wir dann zu einer muslimischen! Hochzeit eingeladen, wofuer ich mir extra noch schnell einen neuen Sari gekauft hatte (diesmal endlich in den mir mehr schmeichelnden Farben rot und orange).
Leider hat der Schneider die Bluse viel zu gross geschnitten und Asha hat es nicht hinbekommen, den Sari vernuenftig zu binden. Deshalb war ich, als wir am Treffpunkt angelangten etwas niedergeschlagen. Aber dann haben Mylene und Hilda die Sache in die Hand genommen und mir im Hotel Sharon noch  Putzfrauen organisiert, die mir das gute Stueck dann (gegen eine Spende von 100 Rupees) doch noch ganz fromidabel gebunden haben. Erst sind wir zum Lunch ins Dorf des Braeutigams gefahren, wo um sein Haus herum bunte Baldachine aufgestellt waren (so zeltaehnlich). Muslime essen ja Fleisch, weswegen eine muslimische Hoschzeit in Indien non-veg ist. Fuer die Masse gab es also Byriani (gebratenen Gemuesereis), mit Chicken, Masalachicken, Raita (Joghutsosse mit Zwiebeln und Gurken) und Gravy), fuer die wenigen Vegetarier (im Prinzip das Workcamp und uns&hellip gab es von Bramahnen gekochtes Essen, also das Gleiche wie auf der Hochzeit davor, nur nicht ganz so ueppig. Die Kinder waren unglaublich verrueckt und haben nicht aufgehort, uns nach unserem Namen zu fragen. Die Haelfte der Frauen war in Schwarz oder Burka gekleidet, einige in Saris und die Maedchen in Salvar Kameez. Der Essensbereich war in einen Maenner- und Frauenbereich getrennt. Nachdem wir nach dem Essen noch eine Stunde rumgewartet hatten, sind wir zum Haus der Braut gefahren (wo glaube ich auch der Braeutigam die Braut zum ERSTEN MAL gesehen hat). Bei den Muslimen heiraten wohl auch nicht die “Kinder”, sondern die Eltern geben sich das Versprechen und tauschen Ringe. Die Braut sah nicht sehr gluecklich aus und war erst 18 Jahe alt. Das tat mir leid. Bei dem Haus war eigentlich alles genauso aufgebaut, wie beim Haus des Braeutigams und wir Europaer mussten gleich nochmal was essen, was wir nicht ausschlagen duften. Also habe wir uns das Essen alle reingequaelt und haben noch ein paar Getraenke aus Plastikbechern getrunken, die dann massenhaft auf dem Boden rum lagen L Zum Glueck sind wir dann auch bald gegangen, denn die Maenner haben nicht mehr aufgehoert, uns zu fotografieren und die Kinder sprangen uns ja schon seit Stunden um die Beine. Geschafft kam ich zuhause an und las noch ein wenig im Lonely Planet.So langsam will ich mal die grobe Route meiner Reise im Februar/Maerz planen. Es wird wahrscheilich hauptsaechlich Rajasthan, vielleicht Agra (Taj Mahal), Varanasi (am Ganges) und Pondicherry.
Heute habe ich versucht, mein Weihnachtspaeckchen beim Tailor eingenaeht abzuholen, doch entweder hatten sie es wieder nicht gemacht, oder sie wollten es mir nicht einnaehen. Das hat mich ziemlich angestunken, denn jetzt sitze ich hier rum mit dem Ding und will es doch langsam los schicken…
Apropos Paeckchen: Das Adventspaeckchen von Oma und das Weihnachtspaket von Mama sind angekommen. Vielen Dank. Die Thesamfilm-Rolle habe ich gleich zum Einpacken eurer Geschenke benutzt, 2 Muesliriegel sind schon weg und heute habe ich das erste Tuerchen des Adventskalenders geoffnet. Die Schokolade war zwar wegen des staendigen schmelzens und wieder hart werdens nicht mehr so lecker, aber die Geste zaehlt…
Meine Krankheit vom vorletzten Wochenende ist zum Glueck wieder weg. Ob mir die vielen Pillen vom Arzt nun geholfen haben, oder ob es einfach so weggegangen ist, weiss ich allerdings nicht.

 

Hoffe euch geht es gut,
Viele Gruesse, eure Mareike
(und nen schoenen 1. Advent nachtreaglich)    

2 Kommentare 1.12.08 13:52, kommentieren

Bilder und Aerger

Hallo,

moechte euch trotz meiner wie immer sehr begrenzten Zeit im Internet darauf aufmerksam machen, dass es nun neue Bilder von mir bei flickr zu sehen gibt.

Ansonsten ein kleiner Wochenrueckblick:

Diese Woche hat das Workcamp angefangen, das durchschnittlich mit einer ueber 40 - jaehrigen Waliserin und einer 32 - jaehrigen Australierin aelter ist als das Letzte. Duie Leute haben zum Glueck auch keine Probleme mit dem Essen und stellen sich wegen der Hygiene nicht so an, da einige schon vorher durch Indien gereist und an workcamps teilgenommen haben. Ich versuche auch, mich nicht so stressen zu lassen wie letztes Mal, obwohl irgendwie alle denken, dass nur ICH das workcamp leite und die anderen (Diego, jule (die krank ist)) was anderes machen. Da habe ich wohl die Fuehrung am ersten Tag zu sehr an mich gerissen -aber ehrlich gesagt, kann ich dann auch sicher sein, dass zumindest IRGENDWER ne Ahnung hat, was als naechstes ansteht und was noch geplant werden muss. Mit dem Beachwalk und dessen Vorberitung mit dem Workshop im College war ich am Montag und Dienstag noch doppelt belastet. Aber da ich ein paar Aufgaben am  Mittwoch an Prakash und Diego abgegeben habe, war natuerlich heute, wo der Workshop war, nichts organisiert. Da habe ich mich soo geaergert. Ich hatte eine super Power Point Praesentation und wir hatten deren Existenz schon einen Mionat vorher angekuendigt. Deshalb erstaunte es dann, dass es WEDER Strom, NOCH einen Beamer gab. Dann war die Umfrage noch heute Morgen nicht gedruckt und die Gedruckte hatte Fehler. Es kamen statt der angkuendigten 50 College students nur 25, die dann nur in 5er Gruppen und nicht wie geplant in 2er Gruppen laufen wollten, was heisst, dass wir die geplanten 60 km Strand NICHT ablaufen koennen, sondern hoechstens die Haelfte. UND die Workcamper durften nicht wie versprochen mit. So ein Scheiss - man kan sich hier echt auf nichts verlassen. Wir haben uns zwar gut geschlagen, aber dieses Chaos war echt ein Erlebnis!

Muss raus, bis hoffentlich bald,

eure Mareike

4 Kommentare 20.11.08 13:35, kommentieren

Liebe Freunde,

Da bin ich mal wieder aus der Versenkung und meinem nun begonnenen Alltag in Kundapur aufgetaucht. Hallo also. Mir geht es zur Zeit recht gut, da ich mich langsam an die Dinge hier zu gewoehnen beginne, sehe, wie die Zeit rast, im Projekt ganz gut vorankomme und vor allem Freunde gefunden habe, mit denen  ich die Wochenenden verbringen und mir die Sorgen von der Seele reden kann. Seit ich das letzte Mal geschrieben habe, sind mehr als  drei Wochen vergangen und damit drei ereignissreiche Wochenenden , die mir die Energie geben, ohne die ich hier nicht weitermachen koennte.

Am Wochenende nach dem sehr anstrengenden Workcamp, wo ich mich etwas ueberarbeitet hatte und wegen dem ich am Ende wieder in ein Heimwehtief fiel, habe ich an einem Volleyballmatch in Kundapur teilgenommen, bei dem wir zwar aufgrund fehlenden Koennens und fehlender Uebung direkt  in der ersten Runde rausgeflogen sind, mir aber trotzdem positive in Erinnerung geblieben ist, weil es fuer mich ein bisschen mehr Integration  in Kundapur bedeutet, da bei diesem Match  20 indische Mannschaften teilnahmen und uns die zuschauenden MAENNER nach erstmaligem Gelaechter und Gepruste trotz unserer untedurchschnittlichen Spielleistung sehr positiv angenommen haben.

Das Wochenende darauf war ich mit Kathi in Goa und habe den Touristenwahnsinn dort live miterleben koennen. Wir hatten zwar in einem kleinen, noch relativ ruhigen Ort Uebernachtet, aber der Tag in Palolem, DER Tourihoelle meines erachtens, war schon ziemlich eindrucksvoll. In dem Ort gab es nur Touristen mit Miniroecken und Spagetthitops (wir kamen uns in unserer alltaeglichen Bedeckung wie Eskimos vor) und die einzigen Inder waren die Verkaeufer in den dicht an dicht mit Tourikrimskrams vollgestopften  Laeden, die nur von hier dazwischen auftauchenden Restaurants mit fast ausschliesslich europaeischen oder chinesischen Essensangeboten unterbrochen wurden. Heidewitzka. Das ist also AUCH Indien und  DAS Indien, was die Touristen ausschliesslich sehen und bei dem  man sich wundern muss, was sie nach ihrer Reise von dem Land denken. Das wurde mir dieses Wochenende in Hampi nochmal bewusst, das zwar unbeschreiblich schoen, beeindruckend und mystisch  ist, aber von der Dorfstruktur  mit den Tourilaeden Palolem irgendwie in kleinerem/ bescheidenerem Massstab aehnelte und wo wir ausschliesslich Traveler trafen, die allein die Lonely Planet Hotspots abgrasen,  was : Goa, Kochin in Kerala, Backwaters in Kerala, Mysore, Hampi, Gokarna heissen will . Das ist NICHT Indien. Mit diesem Wissen habe ich zwar Hampi genossen, genauso wie das europaeische Essen und die Shoppingmoeglichkeiten, mich aber trotzdem wie in eier Parallelwelt gefuehlt. Mylene und Christine, meine beiden Reisebuddies hatten das gleiche Gefuehl und waren deshalb wie ich froh, auch die andere Seite Indiens, das ECHTE Indien, mit all seinem Schmutz, der komischen Moral, dem Gehupe, Gestarre, dem Chaos und den Missverstaendnissen mit den Indern kennen lernen zu koennen.

 

Im Projekt bastle ich seit Wochen eifrig an dem Puppentheater fuer die school awareness. Die genaehten Schildkroeten sind echt goldig. Diego, der Italiener, der seit Oktober in unserem Projekt ist, hat tatsaechlich neuen Wind in die Kerngruppe gebracht, was jedoch nicht immer konfliktfrei bleibt. Durch seinen Masterabschluss in Entwicklungspolitik und seinen  Praktika in diversen NGOs will er nun viele seiner Ideen umsetzen und kritisiert viel an unserem Projekt und an FSL, wobei Jule und ich uns teilweise auch angegriffen fuehlen. Ausserdem  geht es staendig darum, wer das meiste Wissen und die meiste Erfahrung hat, wobei ich mangels eines Uniabschlusses natuerlich schlecht abschneide. Das nervt, weil ich es hasse, nicht richtig ernst genommen zu werden und ich  deren Einstellung als arrogant empfinde: Sie, die erfahrenen, mit den skills und Methoden und  ich, das Naivchen , das “gerade erst” von der Schule kommt. Dabei bin ich diejenige, die konkret mal was umsetzt. Diego palavert nur und schreibt Konzepte, die so genial auch nicht sind, als dass man dafuer studiert haben muss. Naja.

Meine Wochen sind meist sehr vollgepackt mit Projekt, Kannadaunterricht, Volleyball, JK BAR und walken am morgen. Meist komme ich erst im Dunkeln (nach 19.00Uhr) nach Hause, wo ich dann ein bisschen Kannada lerne, lese, Musik hoere, meine Klamotten wasche oder putze. Letzte Woche hatte es eine Aussprache mit Asha gegeben, nachdem  sie bei FSL angerufen hat, um sich zu beschweren, dass ich mein Zimmer nicht oft genug putze. Das hat mir dann Gemma erzaehlt, was mir super peinlich war und mich zwei Tage lang mega beschaeftigt hat. Das Problem war, dass Asha mir zuvor nie gesagt hat, wie oft konkret ich das Zimmer wischen soll, genauso wenig wie, um welche Uhrzeit ich fruehstuecken muss. Angeblich hat es zuvor einen Regelzettel gegeben, von dem Asha dachte, ich haette ihn gelesen, was aber nicht der Fall war, weil er wohl beim Streichen des Hauses abgenommen wurde. Jetzt heisst es, einmal die Woche das Zimmer zu wischen, jeden zweiten Tag das Bad zu putzen und von 8.00 – 8.30 Uhr muss ich zum Fruehstueck erscheinen. Das ist mir recht zuwider, denn ich finde nicht, dass es noetig waere das Zimmer so oft zu putzen  und ich ausserdem  nach 8.30 Uhr bis 10.00Uhr, wo mein Projekt anfaengt, nichts zu tun habe und  nicht so oft durchs Haus laufen soll, um die Putzfrau , die jeden Tag kommt, nicht zu stoeren.  Na und um 22.00 Uhr ist ja sowiso Zapfenstreich. Eine ganz schoene Umstellung fuer mich.

Julia, meine Zimmermitbewohnerin fuer einen Monat ist jetzt wieder weg und ich geniesse, die Einsamkeit in meinem Zimmer, weil ich jetzt die zwei Stunden zu schaetzen weiss, in denen ich mal allein und ungestoert sein kann. Jetzt brauche ich morgens auch nicht mehr so doll Ruecksicht mit dem Licht und Laerm zu nehmen, wenn ich zum walken gehe. Wenn in einigen Monaten  jemand anderes kommen wird, habe ich aber auch nichts dagegen. Austausch ist ja auch nicht schlecht.

 

So, das waer’s von mir fuer heute. Ein HURRA auf den Sieg von Obama und der Hinweis, dass ich demnaechst Bilder von Hampi auf flickr stellen werde.

 

Viele Gruesse,

Eure Mareike (die ihren Namen jetzt in Kannadaschrift schreiben kann!)      

5 Kommentare 6.11.08 14:05, kommentieren

Ein Hoooch

Halloooo,

Ja, ihr habt richtig gelesen, ein Hoch ist im Stimmungswetter zu verzeichnen, worueber ich wirklich froh bin. Seit Montag hatte ich noch keinen ernsthaft schlechten Augenblick und gute News gibt’s ausserdem:

Am Montag beginnt das Workcamp, weshalb es endlich mit der Arbeit am Strand losgeht und ich become fuer einen Monat eine Italienerin in mein Zimmer, was bestimmt dafuer sorgen wird, dass Einsamkeits- und Truebsalphasen nach Feierabend spaerlicher gesaeht sein warden. Jippey! Auch Ascha lacht wieder mehr und ich habe mich mit Kathi ausgesprochen, nachdem wir auf der Hochzeit am Freitag aneinander geraten waren. Ich habe ihr gesagt, dass sie zu direkt und oft von oben herab bevormundend ist und wir haben darueber gerdet, wie bestimmte Missverstaendnisse entstehen konnten. Das fuehlt sich schon besser an. Die Hochzeit war natuerlich auch ein Event – wenn auch nu rein Kurzes: Ich habe meinen Sari getragen und festgestellt, dass das eine Kunst fuer sich ist. Nicht nur das Binden dauert seine Zeit, auch das Laufen darin ist mit einem unkalkulierbaren Zeitaufwand verbunden. Ich bin mit dem Ding zum office (1 km) gleaufen und habe sicherlich die doppelte Zeit dafuer gebraucht. Natuerlich haben mich die InderInnen auch mit grossen Augen und dem unvermeidlichen Kichern auf meinem Weg begleitet – da brauch man Selbstbewusstsein. Obwohl ich mich bei der Farbe ein wenig vergriffen hatte, da ich den Sari fuer rot mit ein bisschen grau hielt und nicht fuer grau mit einem Zipfel rot und ich befuerchtet hatte, wie eine Kirchenmaus daher zu kommen, fuehlte ich mich doch recht wohl (abgeshen davon, dass ich mich in einem Sari nicht so wohl fuehle – aber  naja) Tags davor hatte ich mir auch noch eine Haarspange und Bindis gekauft, sodas s ich meine Birkenstock damit wettmachen konnte –hoffe ich zumindest.

Fuer das Hochzeitsgeschenk wurde im Office 50 Rupien von jedem Volunteerm der sich beteiligen wollte, eingesammelt, wovon ein winziger Goldkettenanhaenger und eine Karte gekauft wurde. Auf der stand dann u.a. (etwas zynisch fuer meine Begiffe) find true love in each other... ich dachte bislang genau DARUM ginge es nicht, bei einer indischen Hochzeit –aber ok.

Das Brautpaar hatte glaube ich auch nicht so viel von der Hochzeit, da sie die ganze Zeit vorne auf der Buehne Schausitzen mussten, um sich von jedem fotografieren und segnen zu lassen. Sie durften nu rein Mal zum Essen aufstehen, waehrend der Essensmarathon im einer Lagerhalle aehnlichen Obergeschoss fuer die “nur” 700 Gaeste lange vorher begann. Das life dann ungefaehr so:

Jede Schicht dauer 20 Minuten. Alles etzen sich hin und die Reste der letzten Schicht warden abgeraeumt. Dann kommt eine Papierdecke auf die langen Tische, worauf die Bananenblaetter folgten, die als Teller dienen. Die saeubert man dann mit Wasser und waehrend die Plastikbecher mit Wasser befuellt warden. Dann ging das grosse (Fr)essen los: Die Kellner laufen mit grossen Eimern durch die Tischreihen und teilen immer nach und nach erst Reis, dann unterschiedliche Sossen und Gemuesesorten mit ihren Haenden aus. Hat man alle Sossen kann es losgehen mit dem Essen, aber man muss sich schon beeilen und immer achtsam sein, um die oft vorbeilaufenden Kellnjer davon abzuhalten, einem RIESENportionen Reis und allerlei Sossen immer wieder nachzufuellen. Wenn man nicht laut genug “Saku” (genug), “beda” (will nicht) sagt, oder seine Haende ueber sein Essen haelt, bekommt man erbarmungslos Nachschlag hinter nachschlag. Alerdings muss man auch Ausschau halten, ob die Kellner nicht doch schon das Dessert austeilen, das man ja doch gerne probieren – in einem Fall (dem Peissa genannten Glibberpudding) dann doch wieder ganz laut Beda Beda beda schreien muss, um dann doch einen Schlach aufs Bananenblatt zu bekommen. Und ploetzlich, man hat noch nicht mal mit dem Nachtisch begonnen, erhebt sich die Masse von den Stuehlen und  die Frage draengt sich auf: Wie um alles in der Welt haben die so schnell das alles hinunterbekommen. Wir weissen schlangen dann noch schnell den Rest in uns hinein, um der naechsten Schicht, die sich schon zu setzen began nicht im Weg zu sein. Halleuja – meine Eingeweide haben danach ganz schoen protestiert. Ja und im Prinzip war das dann auch schon der offizielle Teil der Hochzeit und nach ein paar Bildern (und dem schon angesprochenen Streit- und Aussoehngespreach zwischen mir und Kathi) ging es auch schon zurueck. Ich arbeitete dann im office noch meine Stunden nach und editierte das endlich ins Kannada uebersetzte Contact person information book.

 

Eine Geschichte, ueber die ich mich auch gewundert habe, moechte ich jetzt noch schnell erzeahlen. Es geht um das Geburtstagsgeschenk fuer Asheeta. Da ich nicht wusste, was ich ihr schenken koenne, da es hier in Kundapur ja nicht so die Auswahl wie in Deutschland gibt, fragte ich Asha um Rat. Die sagte mir, dass Ascheeta gerne Schuhe moege, was mir als Geburtstagsgeschenk meinerseits doch schon etweas komisch vorkam, ich aber schluckte, da ich mich schliesslich den Gepflogenheiten hier anpassen wollte. Ich sprach also mit  Asha ab, dass wir am naechsten Tag zusammen in die Stadt gehen und Schuhe fuer Asheeta aussuchen wuerden. Als es dann soweit war, wurde ich aber um ein Neues ueberrascht. Asheeta kam naemlich mit, um sich die Schuhe selber auszusuchen – so viel zu meiner Vorliebe fuer Ueberraschungen. Naja. Im endeffekt life dert Schuhkauf dann daruaf hinaus, dass ich daneben sass und am Ende bezahlte –fuer Cinderellaschuhe, die die Welt noch nicht gesehen, sich wohl aber jedes Maedchen in dem Alter immer schon gewuenscht hat. 220 Rupien blaetterte ich hin, was ich fuer ein Geschenk doch schon recht viel finde. Aber klar – sie denken, das seien Peanuts fuer mich und im Endeffekt breche ich mir dabei ja wirklich keinen Zacken aus der Krone. Heute hatte sie die Schuhe einmal kurz an, um damit zum Tempel zu gehen – in einem ihrer 2 neuen Outfits, die ihr gesamtes Geburtstagsgeschenk sind und auch vorher in Udupoi zusammen gekauft worden waren. Bis jetzt glich der Geburtstag einem ganz normalen Tag –von jetzt an bin ich gewappnet und weiss: in Indien ist wirklich immer alles anders als man denkt, selbst wenn man darauf  gefasst ist.

Das war’s soweit erstmal.

Werft doch noch einen Blick auf die Bilder, die ich gerade hochgeladen habe.

Shanti (Peace), eure Mareike

2 Kommentare 11.10.08 13:40, kommentieren

Alltagssorgen und Mysore

Hallo liebe Leute,

Womit soll ich beginnen? Vielleicht mit einer Situation, die mich gerade in diesem Moment zienmlich beschaeftigt, stoert und irgendwie symptomatisch fuer mein Stimmungstief in den letzten Wochen ist.

Gestern bin ich zum Joga gegangen, um mal wieder etwas Sport zu machen. Ich kam etwas zu spaet und setzte mich waehrend der Meditations- und Atemuebung dazu und versuchte in den Rythmus zu kommen, was mir aus mehrererlei Gruenden nicht gelang. Dann ging es weiter mit dem Suria namaskara, was ich, weil es ein fester Bestandteil jeder Jogastunde ist, eher langweilig finde. Ich hatte eine Hose an, in der ich mich nicht bewegen konnte und so ueberfiel mich eine Frustwelle, die mich dazu verleitete einfach nach Hause zu gehen. Ich es sei ok und ich spielte sowiso mit dem Gedfanken, mit Joga wieder auzuhoeren, da die guten Uebungen immer erst am Ende kommen und mir die davor keinen Spass bringen und ich auch nicht weiss, wozu diese Atemuebungen gut sein wollen. Ausserdem finde ich die Geschichte ziemlich anonym. Ebend erzaehlte ich Katie, dass ich wahrscheinlich mit Joga aufhoeren wolle, da sagte sie mir, dass es die Anwesenden gestern sehr unhoeflich gefunden haetten, dass ich einfach gegangen war und haengte noch das Kommentar an, dass sie schon mir vier Jahren gewusst haette, dass man so etwas nicht tut, da ich nicht fand, dass es ein so grosses Ding gewesen war. Jetzt komme ich mir total bescheuert und irgendwie erniedrigt vor, weil Kati mir noch so manch andere fuer meinen Geschmack ziemlich arrogante Einschaetzungen ueber mich an den Kopf warf, ueber die ich jetzt nachdenke und von denen ich eigentlich weiss, dass sie vielleicht nicht ganz falsch, aber sehr oberflaechlich waren. Dies ist eine Situation von vielen, durch die mein Heimweh immer wieder entflammt wird, obwohl ich mich in den letzten Tagen ganz gut gehalten habe. Ich bin hier irgendwie nicht ich und bin nicht so souveraen wie ich das zuhause waere – und ich habe auch keinen Gesprachspartner, der mir vielleicht mal eine konstruktive Kritik gibt, anstatt mir immer wieder wie Jule oder teilweise Katie meine vermeintlichen “Fehler” aufzuzeigen.

Da ich aber auch nicht nur jammern will, erzaehle ich von meinem Wochenende in Mysore, das ganz schoen war. Dafuer haben Jule und ich uns den Freitag freigenommen und sind mit drei anderen Volontaerenam Donnerstag abend mit dem Nachtbus 9 Stunden nach Zentral Karnataka gefahren. Ohne viel geschlafen zu haben began wir gleich unsere Besichtigung des Maharajapalastes und des bekannten Gemuese – und Blumenmarktes in Mysore. Da wir gerade zum Dusshera Festival zu Ehren der Nachtgoettin der Hindus in Mysore waren, das fuer seine ganz besondere Zelebration dieses Festes bekannt ist, konnten wir abends den von 27000 Gluehbirnen beleuchteten Palast und die ueberall in der Stadt haengenden Lichtergirlanden geniessen. Natuerlich assen wir auch immer gut und besichtigten in den darauf folgenden 2 Tagenfast alle im Lonely planet gelisteten Sehenswuerdigkeiten: So manchen Tempel  (zu einem sind wir 1000 Stufen hoch – und wieder runter gelaufen) und einen Garten, in dem Bollywood Filme gedreht warden, haben wir gesehen.

Nur in einem Christlichen Dom im gothischen Stil (der erst 50 Jahre alt ist) kam mir an diesem Wochenende der Gedanke an zuhause, naemlich als ich die Kerzen sah, die dort brannten und ich gerne eine in Gedenken angezuendet haette, aber nicht konnte.

Am Sonntag Abend fuhren wir mit dem Nachtbus zurueck und hatten ein richtiges Bett gebucht, sodass es uns moeglich war, gleich nach der Ankunft in die Projekte zurueck zu gehen und zu arbeiten. Das ging auch ganz gut.

In meiner Gastfamilie istzur Zeit eine komische Stimmung. Irgendwas muss vorgefallen sein, weil Asha sich sehr zurueck zieht , muede aussieht und hin und wieder weint. Aber ich weiss nicht, ob ich sie danach fragen soll oder nicht.

Am Montag habe ich den neuen Volunteer fuer das turtle Project kennen gelernt. Diego aus Italien (25) ist ganz nett und bringt bestimmt neuen Wind und eine bessere Arbeitsatmosphaere ins Projekt, weil es mit Jule allein doch schon ziemlich anstrengend warden kann.

Einen Einblick in meine Welt hier in Kundapur koennt ihr bei youtube bekommen, wo ihr einen Film ueber FSL sehen koennt, in dem ich auch zu sehen bin. Lasst euch aber von der tollen Atmosphaere des Films nicht taeuschen – er suggeriert ein perfektes happy – clappy NGO Leben, das so idyllisch nicht ist. Als ich den Trailer sah (es wird auch noch eine lange Version mit Interviews von allen Volunteers und der staff geben) hatte ich Heimweh nach Indien, obowhl ich doch genau da war. Aber schaut es euch ruhig an. Ihr findet es unter : www.youtube.com/fslltv08video oder gebt das gleiche bei google ein. Ich kann e shier leider nicht sehen, da der Computer im Internetcafe youtube blockiert.

Werde auch neue Bilder auf flickr laden.

Lasst voin euch hoeren (danke Anja und Lisa fuer die Mails, werde beizeiten zurueckschreiben) .

Viele Gruesse, eure Mareike

5 Kommentare 8.10.08 15:12, kommentieren

party und kopfschmerz

Hallo leute,

Da melde ich mich mal wieder. Hatte in den letzten Wochen wirklich keine Zeit ins Internet zu kommen, weil jetzt eigentlich jeden Tag Yoga ansteht – aber ansonsten ist da ja auch noch das Projekt, der Kannadaunterricht, mal eine halbe Stunde in der Juicebar oder kleine Wehwehchen, die mich um die Zeit bringen. Vorletztes Wochenende waren ziemlich viele von uns Volunteers in Gokarna, was Strand, essen und shoppen bedeutete. Das war bislang das schoenste Wochenende, weil ich neben einer Tasche (endlich) auch mal ein paar ruhige Stunden ueber einem Buch mit Meerblick verbringen konnte. Herrlich. Doch leider hat ja alles seinen  Preis und so schmilzt mir selbst bei den laecherlich niedrigen indischen Preisen mein Monatsbudget ziemlich schnell weg – was mich ja bekanntlich (wer den irlandblog gelsen hat weiss das) ziemlich aus der Fassung bringt. Letzte Woche haben wir im Projekt unsere 4 dafuer verbleibenden Monate geplant  und festgestellt, dass besonders jetzt im oktober ziemlich viel auf uns zu kommt. Wir muessen das Puppentheater fast fertig kriegen, die Deko fuer die TIC’s (Schildkroetenfahnen und Wimpel) auch, wir muessen drei Collegevisits vorbereiten um translators zu rekrutieren und den Beach walk planen, um eine detaillierte soziologische Karte ueber die 60 km anzufertigen.

Gerade geht es mir ziemlich schlecht, da ich mir am Freitag eine fette Grippe eingefangen habe. Gerade als wir eine Party zum Abschied einiger Volunteers auf dem Dach einer Gastfamilie feierten – und ich war natuerlich mit Kopfschmerzen dabei. So lag ich das ganze Wochenende zu Hause rum und habe mich heute wieder zum Projekt geschleppt. Das ist natuerlich der beste Naehrboden fuer Heimweh und so gehts mir einfach nur dumm.

Gleich soll das erste Mal Volleyball auf einem von mir organisierten Platz stattfinden und da ich nicht spielen kann will ich zumindest schietzen. Mein Ball soll ja auch nmla zum Einsatz kommen, den ich mir vor 2 wochen in udupi gekauft habe. An dieser Stelle einen lieben Gruss an meine Roebler Volleyballfrauen –ihr spielt bestimmt nicht mehr draussen, oder?

Meine Zeit ist um,

Bis bald, Mareike

3 Kommentare 29.9.08 13:18, kommentieren