Hallo meine Lieben,

 

ich wuensche euch ein frohes neues Jahr! Seit sonntag bin ich wieder in Kundapur und beginne nun den letzten offiziellen Monat des Sea Turtle Projekts.

 

Meine Weihnachtsferien waren zwar generell sehr schoen, die Feiertage muss ich davon aber insoweit heraus nehmen, als dass mir da die die Atmosphaere nicht gestimmt hat. Weihnachten haben wir ja als 12er Gruppe am Strand in Varkala verbracht, wobei wir insgesamt aber eher drei Gruppen waren, was die Stimmung meines Erachtens heruntergezogen hat. Da gab es meine Gruppe um Alex, Betti und Anna, die ich erst dort richtig kennen lernen und ins Herz schliessen konnte, die Gruppe um Johanna aus meiner orientation week, mit ihren drei Maedels aus Bangalore, die erst spaeter nach Indien gekommen waren und dann Kathi, Pia und Jannis, die sich eher von uns abgespalten haben, was aber jetzt auch nicht so schlimm war. Am heiligen Abend waren wir auf jeden Fall zusammen und haben in einem Restaurant direkt am Strand super Fisch gegessen, auf den wir jedoch leider 2 Stunden warten musten. Auch das Wichteln, genauso wie die generelle Atmosphaere an dem Abend war nicht so prall - einfach nicht weihnachtlich. Ich habe fuer Johanna gewichtelt, der ich Henna, ein Hennabuch und eine Tasche geschenkt habe. Selbst habe ich einen Schildkroetenkettenanhaenger geschenkt bekommen, wovon ich erst nur die Schnuere in der Hand hielt, was mier erst als boeser Scherz oder Racheakt erschien. Mein Wichtel Pia klaerte dann die Situation, was uns beiden wohl etwas peinlich war. Nach dem Essen waren alle muede und wir verabschiedeten uns ins Bett, was wahrscheinlich die beste Entscheidung war.

 

Am naechsten Morgen nach einem tollen 2 Stunden Fruehstueck mit meinen Maedels und einem Handelsmarathon von 1 Stunde mit dem Resultat eines Silberringes mit roten Steinen und Perlmuttohrringen als Geschenk an mich, packte ich mit Bett im Zimmer meine Geschenke aus. Die Anderen hatten bloederweise ihre Paeckchen nicht bekommen. Da das Auspacken fuer mich recht emotionsgeladen war, war ich froh, es auf den nuechternen Morgen verschoben zu haben.

 

Die restlichen Tage vergingen mit essen, shoppen und am Strand liegen, wobei das Highlight sicherlich unsere Lagerfeuer alias -kerzen, Rum-Cola und Musiksession nachts am Strand war, was doch eine ziemliche Hippieromantik hatte.

 

Am 29. machten wir eine Hausboottour auf den Backwaters von Kerala bei Allapuzza. Das Beste daran, war der Abend auf dem Schiff, wo wir allein, mit weit und breit nichts anderem als Wasser um uns herum den Sonnenuntergang geniessen und lustige Spiele spielen konnten.

 

Nach noch einem Abstecher nach Kollam am naechtsen Tag, wo Alex und ich eine Stocherkahntour auf den kleineren Kanaelen machten und dabei viele exotische Pflanzen (pinke Ananas) und Tiere (Eisvoegel) sehen konnten, ging es ins Touristenparadis Cochin. Die portugisisch, niederlaendsich, englisch beeinflusste Insel war Balsam fuer meine nach vier Monaten von indischem Funktionsdesign und 70er Jahre - Architektur geschundenen Seele. Dort gab es kleine Gassen mit Haeusern im Kolonialstil, nett eingerichtete Teehaeuser und Kunstgalerien. Von Silvester abgesehen, wo die Stimmung einfach wieder nicht passte, weil auch dieser Anlass von dne Indern traditionell nicht gefeiert wird und wir so auf eine Party verzichten mussten und uns stattdessen nach dem mittelmaessigen aber teuren Essen von indischen betrunkenen Maennerscharen auf sonst verlassenen Strassen angrapschen lassen mussten und in der Nacht noch von Floehen, Bettlaeusen und Mosquitos geplagt wurden, habe ich den Aufenthalt dort sehr genossen.

 

Die Ankunft in Kundapur war von gemischten Gefuehlen gepraegt, da alle anderen ausser Jule, mit denen ich ueber Weihnachten unterwegs war, ihr Projekt beendet und weitergereist sind und ich nun ins Alltagsleben zurueck musste. Also blies ich am Sonntag erstmal noch Truebsal und startete am Montag mehr oder minder motiviert ins Projekt.

 

Alles, was ich sonst noch erlebt habe, schreibe ich dann ein andermal nieder, da ich jetzt aus dem Internet raus muss,

 

viele Gruesse und schaut mal bei flickr vorbei,

 

eure Mareike 

 

6.1.09 20:10

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