beschissene Situation...

Hallo,

Bei mir herrscht gerade eine komische Stimmung. Seit ich aus dem Urlaub zurueck bin, gab es im Projekt nichts fuer mich zu tun, ausser Plakate zu malen, was mich nicht sonderlich ausfuellt. Am Wochende findet in Chennai eine Schildkroetenkonferenz stat, die von einem Meeresbiologen der Uni Bangalore initiiert wurde. Nur 1 volunteer darf dorthin mit – und die Auserwaehlte ist Jule. Dann hatten Petra, die neue oesterreichische Volontaerin und ich uns ueberlegt, einfach so mit dort hin zu fahren und die Reisekosten selbst zu tragen, was un jedoch auch wider jede Logik verboten wurde, mit der Begruendung, es gaebe genug im Projekt zu tun, weshalb wir nicht fehlen duerften. Das ist angesichts meiner schon drei Tage anhaltenden Langeweile aber laecherlich. Wieder war es Rakesh, unser MR. Obertoll, darf alles entscheiden FSL  Boss, der das ueber unsere Koepfe hinweg entschieden hat. Die Stimmung bei uns Freiwilligen im Projekt ist am Boden, genauso wie die Moral. Habe gerade wirklich keinen Bock mehr auf das Projekt, das am Montag startenden Workcamp usw. Petra kann sich mit dem autokratischen und sexistischen Fuehrungsstil von Rakeh nicht arrangieren und wird deshalb das Projekt am Freitag fruehzeitig abbrechen. Diego musste aus Schikane seine Gastfamilie wechseln und ich habe ein Problem mit Kathi… Ich hoffe, dass meine Lauen im Workcamp wieder besser wird und das sie nicht der Vorbote von weiteren 8 miesen Monaten hier sein wird. Ich brauche neuen Wind – vielleicht ist es gar nicht so gut, wenn wir das Projekt noch bis in den Februar hinein verlaengern, wie wir es vorgesehen hatten.

Ich denke gerade viel an Berlin und Zuhause, aber ich vermute, jetzt dort zu sein, waere auch nicht das Gelbe vom Ei…

Naja, mal sehen. Heute Abend gehen wire in Abschiedsbier mit Petra im J.K. trinken. Morgen bin ich dann mit Diego allein im Projekt, weil Jule schon nach Chennai faehrt.

Ich habe gestern erfahren, dass nun insgesamt schon 3 Leute aus meiner ijgd Vorbereitungswoche weltwaerts abgebrochen haben – ein seltsames Gefuehl.

 

Bis bald, Mareike  

8.1.09 11:58

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mama (8.1.09 12:20)
Hallo Mareike,
nur nicht in dunklen Gedanken versinken. Solche Phasen sind sicher übel, wollen aber als Prüfung verstanden werden. Auch im echten Leben in Deutschland wird es solche blöden Situationen geben. Chefs sind oft inkompetent und anstrengend, sexistisch ebenfalls... Reagiere dich beim Lästern oder Sporttreiben ab. Ich wünsch dir Abwechslung und fröhliche Gedanken. Sonst musst du das Universum einschalten ;-)
Liebe Grüße,
Mama


(8.1.09 13:46)
So isses!
Acht Monate sind schnell vorbei, und dann hast Du Dein Projekt in Ehren abgeschlossen.
Pfeife im Stillen auf doofe Leute!
In Berlin ist es kalt und dunkel. Lisa sieht z.Z. gar nicht das Tageslicht, denn sie hat lange Tage an der Uni.
Alle hier husten, rotzen und fühlen sich matt.
Kopf hoch, Maiks!
Schreibe doch einen Bericht für NK, wenn Du grad sonst nichts zu tun haben solltest.

LG rritva


Oma und Oskar (8.1.09 23:37)
Liebe Mareike,

ich war heute (seit Mittwoch ist wieder Schule) wieder bei der Gymnastik, was mir gut getan hat nach so viel Feiertagen. Unser Hallenbad wird seit Wochen repariert und kann erst ab Sonntag wieder in Betrieb genommen werden. Also geht es mit dem Schwimmen auch wieder los. Das ist dann Gott sei Dank der alte Trott, an den wir uns gewöhnt haben.
Als ich nach Hause kam, hatte ich eine E-mail, daß Du einen Bericht geschrieben hast und dachte bei Lesen, schon wieder so eine Sch...!
Doch mir sind die die 2 vorherigen Berichte "verlorengegangen" und las sie jetzt zum ersten mal und muß sagen, da hast Du ja wieder viel Schönes und Interessantes erlebt und gesehen.
Es geht bis jetzt ja immer rauf und runter.
Bei uns ist es z. Z. arschkalt und ungemütlich.
Ich denke, schau nach vorn, es geht immer rauf und runter...! Und suche Dir nette Leute, die Du bestimmt auch findest, die Dich nicht nerven und Dir auch noch unnötige Kraft kosten! Dafür ist Deine Zeit dort zu kostbar.
Ich habe es geahnt, daß Du eine Aufmunterung gerade jetzt brauchst. Seit gestern ist ein Brief unterwegs. Doch bis Du den hast, sieht die Welt wahrscheinlich schon wieder anders aus!
Im übrigen ist Dein großer Geburtstagsbrief gestern angekommen. Ich bin schon sehr gespannt! Wenn ich noch eine halbe Stunde warte dürfte ich ihn öffnen! Aber ich gedulde mich und schlafe erst einmal. Vielleicht träume ich ja von Dir.
Ich wünsche Dir gerade jetzt ein frohes Herz und inneren Frieden meine Liebe, verbunden mit ganz herzlichen Grüßen
Deine Oma und Oskar

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